Petrusgasse 1, 1030 Wien

Das Haus zeigt heute noch die typische Fassadengestaltung der 1920er Jahre. Erker und kleine Balkone durchbrechen die klaren, nüchternen Linien. Stiegenhaus und Foyer sind liebevoll mit Details aus Gmundner Keramik dekoriert.

Wohnungen

vermietbare Fläche: rund 630 m²

Wohnungen: 9

PKW-Stellplätze vorhanden

 

Die beiden Schutzheiligen der Erdberger Kirche St. Peter und St. Paul sind im 3. Bezirk namensgebend für die Petrus- und die Paulusgasse. Obwohl schon zur Römerzeit besiedelt, dienten die Gebiete hier eher als Felder und Weingärten.

Erst 1808 erwarb Johann Konrad Rosenthal den Ackergrund. Der Kunst- und Handelsgärtner gilt als Erfinder der ersten Wiener Baumschule. Das einstöckige Wohnhaus in der Petrusgasse 1 wurde 1927 von Architekt Franz Gessner durch ein vierstöckiges Wohn- und Bürogebäude samt Montagehalle ersetzt. Als Studienkollege Adolf Loos' und Schüler Otto Wagners galt dieser als Schöpfer des für die 1920er Jahre typischen Wohnbaus und nüchternen Nutzbaus. Auftraggeber für die Errichtung des Hauses war die Motorenfabrik von Jakob Warchalowski. Das Haus sollte das schräg gegenüber liegende Werk erweitern. Im Technischen Museum kann man heute noch bahnbrechende Warchalowski´sche Erfindungen im Flugzeugbereich bewundern. Mit der "Autobiplan-Maschine" flog Jakobs Sohn Adolf anlässlich des 80. Geburtstags von Kaiser Franz Joseph den legendären Huldigungsflug.

Die Lage der Petrusgasse ist besonders hervorzuheben: Einerseits befindet man sich nicht unweit von der "grünen Lunge" Wiens, dem grünen Prater, entfernt, andererseits liegt die Landstraßer Hauptstraße mit ihrer Infrastruktur und öffentlichen Anbringung in der direkten Nachbarschaft. Die Liegenschaft vereint also pulsierendes Stadtleben und Rückzugsmöglichkeiten in einem.